Die Studie

 

Mit dem Ansteigen des motorisierten Verkehrs rund um die Schulen, erhöhen sich auch die Sicherheitsbedenken der Eltern. Die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Kinder zu Fuß zur Schule gehen nimmt ab und es ergibt sich ein Teufelskreis der zu einer weiteren Zunahme des motorisierten Verkehrs führt: das Mobilitätsmuster verändert sich und der Anteil an Elterntaxis steigt an und wird zuletzt als soziale Norm geduldet. Dies führt wiederum zu einer weiteren Zunahme des motorisierten Verkehrs rund um Schulen, verstärkt die Sicherheitsbedenken der Eltern und führt letztendlich auch zu Luftverschmutzung, Lärm und CO2-Emissionen.

In solch einem Kontext ist die Förderung von Initiativen die den Autoverkehr senken wollen, eine schwierige Aufgabe: eine Verhaltensänderung des Mobilitätsmusters benötigt in diesem Falle nicht nur angemessene Dienstleistungen und Infrastruktur um Fußgängern mehr Verkehrssicherheit zu garantieren, sondern auch einen Kulturwandel, der aktive, nachhaltige Mobilitätsformen begünstigt und die aktuellen sozialen Werte in Bezug auf die Nutzung von Privatautos in Frage stellt.

In einer Fallstudie überprüft nun das Projekt S2HOES, ob und wie ein digitales Lernprogramm (für Kinder) und eine App (für Erwachsene) zu einer nachhaltigen und sicheren Mobilitätspraktik von Kindern und Eltern auf dem Schulweg beitragen können.